Dez 04 2011

Benefiz-Konzert zum Unabhängigkeitstag

Irina Cederberg & Valtteri Lehto spielen

KANTELEMUSIK

Traditionelle und neue finnische sowie eigene Kompositionen

Dienstag, 6. Dezember 2011, 18:00 Uhr
im Tersteegenhaus, Emmastr. 6 in Köln Sülz

Anschließend kleiner Umtrunk

Die beiden jungen Künstler Irina Cederberg und Valtteri Lehto spielen das vielseitige finnische zitherähnliche Nationalinstrument, das aus den tiefen Wäldern Kareliens stammt. Es war ursprünglich das Begleitinstrument der von Ort zu Ort ziehenden Runensänger. Gesungen
wurde zu allen Anlässen, zur Hochzeit, wenn die Braut das Elternhaus
verließ, nach erfolgreicher Bärenjagd oder bei der Feldarbeit. Neben den traditionellen lyrischen, mythischen und magischen Gesängen umfasst die moderne Kantelemusik heute Musik fast aller Stilrichtungen.
Irina Cederberg (geb. 1990) stammt aus Vieremä in Ostfinnland und begann bereits als Achtjährige das Spiel der traditionellen, fünfsaitigen Kantele zu erlernen. Bereits im Alter von 17 Jahren besuchte sie die Abiturklasse der renommierten Sibelius-Akademie in Helsinki. Zur Zeit studiert sie Musikerziehung mit dem Hauptinstrument klassische Kantele an der Sibelius-Akademie und unterrichtet nebenbei Kantele u. a. an der Musikschule des CVJM in Helsinki. Sie belegte zahlreiche vordere Plätze bei nationalen und internationalen Kantele-Wettbewerben, u. a. im Jahr 2007 den dritten Platz beim International Jonas Svedas Contest in Vilnius (Litauen).
Valtteri Lehto (geb. 1989) begann bereits im Alter von sieben Jahren in seiner Heimatstadt Laukkoski mit dem Kantelespiel. Auch er legte sein Abitur an der Sibelius-Akademie ab (2008) und nahm anschließend an der Sibelius-Akademie ein Studium der Folkmusik auf. Als 14-Jähriger gewann er seinen ersten Kantele-Wettbewerb und im Jahr 2009 wurde er zum Volksmusiker des Jahres ernannt. Lehto ist in mehreren Bands aktiv, u. a. in der Jugendgruppe „Brelo“ sowie dem an der Sibelius-Akademie gegründeten Volksmusikquartett „Hohka“. “Brelo“ hat bisher drei CDs veröffentlicht, „Hohkas“ erstes Album erscheint Ende 2011.
Zum Benefiz-Konzert ist der Eintritt frei. Aber wir erbitten am Ende eine möglichst große stille Spende. Es sollte also möglichst im Sammelkasten nicht klingen. Der Grund für diese Aktion ist, dass die Finnische Gemeinde durch den Umzug in die neuen Räume in der Wittekindstraße 20 und auch durch die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands im alten Berris hohe Kosten gehabt hat. Das Geld würde ihr bei der Bewältigung ihrer laufenden Aufgaben fehlen. Die DFG Köln will helfen, weil sie immer in Berris als Gast willkommen war und weiterhin kostenfrei (das Geburtstagsgeschenk der Gemeinde zum 60. Geburtstag) sein wird. Sie übernimmt daher alle Kosten für das Konzert und für den Umtrunk in den neuen Räumen, verzichtet aber zugunsten der Gemeinde auf die Spende. Übrigens das “Berris” heißt auch weiterhin “Berris”, und es bleibt ein wenig Heimat auch für die DFG, so wie die deutschen Gemeinden in Finnland auch Heimat für die Finnisch-Deutschen Freundeskreise (SSY) sind.