LiteraturVeranstaltung

Dieter Hermann Schmitz liest aus „Kun sanat ei kiitä“ (Zweisprachige Lesung)

Was ist das finnischste aller finnischen Worte? Sisu oder santsikuppi? Hali oder halla? Oder gar Känkkäränkkä?

Wahl-Finne Hermann, das Alter Ego des Autors, ist Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich der Suche nach dem finnischsten Worte verschrieben hat. Als er bei einer Flugreise fürchtet, in die kalte Ostsee stürzen zu müssen, beschließt er in seiner Todesangst

  • seine finnische Frau noch einmal so glücklich zu machen wie am Tag ihrer Hochzeit
  • seiner pubertierenden Tochter und seinem kindhaften Sohn der beste Vater der Welt zu sein
  • seiner verwöhnten Mieze endlich Herr zu werden.

Und während Hermann eigentümlichen finnischen Worten auf der Spur ist, ringt er im trauten Zuhause mit der Erfüllung seiner Vorsätze.

Kommunikation kann schwierig sein, Worte falsch verstanden werden – und Taten zählen eben doch mehr als Worte.

Kun sanat eivät kiitä tai riitä…

Hermann lässt sich bei seinen Bemühungen auf einen Zombie Walk ein, er hilft einem Kriegsveteranen bei der Vorbereitung auf den Empfang im Präsidentenschloss, lernt die finnlandschwedische Künstlerin Synnöve kennen – und ihretwegen auch die Åland-Inseln. Er tanzt auf einer Hochzeit in Karelien und sieht sich am Fjell Iso-Syöte von Wölfen bedroht.

Kun sanat ei kiitä ist eine Art Fortsetzung von Täällä pohjoisnavan alla (in Deutschland unter dem Titel Die spinnen, die Finnen erschienen) und entstand zunächst für die finnische Leserschaft. Die Geschichte um die Suche nach dem finnischsten Wort wurde von Heli Naski lektoriert und übersetzt (ATENA 2017).

Der Autor liest aus seinem deutschen Skript mit Kostproben aus der finnischen Übersetzung.

Am 14. Februar 2020 um 19:00 Uhr in Berris, Wittekindstraße 20, 50937 Köln